| Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden!
Es hängt sehr von Ihren Lebensumständen und Vorlieben ab.
Viele Leute sagen, dass eine Hündin sensibler und leichter zu erziehen
sei.
Viele Leute sagen, dass ein Rüde frecher und dominanter sei! Was auch
immer man unter dominant versteht!
Ein Rüde...
- wird körperlich stärker sein, als eine Hündin derselben Rasse
(meistens).
- wird auch "läufig", wenn er eine läufige Hündin riecht und will
auf Wanderschaft.
- pinkelt = markiert an vielen Ecken und Büschen...
- kann genau so sensibel sein wie eine Hündin!
- kann kastriert werden, wenn er nur noch den Hündinnen nachläuft
und hypersexuell ist.
Eine Hündin...
- wird 1 - 2 mal pro Jahr läufig und kann trächtig werden, falls
wir nicht aufpassen.
- ist körperlich weniger stark als ein Rüde gleicher Rasse
(meistens).
- ist genauso gelehrig wie ein Rüde.
- kann kastriert werden, damit es keinen Nachwuchs gibt.
Kastration ja oder
nein? Bei Katzen stellt sich diese
Frage nie, die werden immer kastriert (ausser Zuchttiere) - wieso die Hunde nicht?
Im Pferdesport sind viele Spitzenpferde Wallache
und sie vollbringen trotz der Kastration Spitzenleistungen.
Viele Leute sagen: Sterilisation, weil sie das
Wort Kastration zu deftig finden, oder den Unterschied nicht kennen.
Aber ein Hund wird zu 99,9 % kastriert und nicht sterilisiert. Denn
bei der Sterilisation, würde eine Hündin trotzdem läufig und ein Rüde
würde trotzdem den Hündinnen nachlaufen, da der Geschlechtstrieb immer
noch vorhanden ist.
- Bei einer Kastration werden dem Rüden beide Hoden
und der Hündin die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt.
- Nachteile der Kastration beim Rüden:
- Der Rüde ist verfressener als vorher und hat mehr
Appetit und daher müssen wir aufpassen, damit er nicht zunimmt.
- Viele unkastrierte Rüden sind sehr interessiert
an kastrierten Rüden und wollen sie wie eine Hündin besteigen. Da
liegt es am Besitzer seinen Hund zu beschützen und ihm zu helfen.
Vorteile der Kastration beim Rüden:
- Er geht nicht mehr auf Wanderschaft und
konzentriert sich mehr auf den Besitzer.
- Er verliert das Harnträufeln.
- Er muss nicht mehr jeden Rüden bekämpfen, oder
jede Hündin besteigen.
- Er muss nicht mehr jammern und heulen, wenn er
eine läufige Hündin riecht.
- Nachteile der Kastration bei der Hündin:
- Sie entwickelt mehr männliche Hormone
(Testosteron) und wird dadurch mehr markieren.
- Sie kann die Fellstruktur ändern, sie erhält
ein sogenanntes Babyfell, vor allem Rassen wie Cocker Spaniel,
Setter, Afghanen und Langhaar Dackel.
- Vorteile der Kastration bei der Hündin:
- Es gibt keine unerwünschte Welpen - die
Tierheime sind voll davon!
- Sie kann nicht scheinträchtig werden.
- Sie müssen nicht zweimal pro Jahr während 3
Wochen auf die Hündin aufpassen.
Lesen Sie dieses interessante Buch
von Dr. Gabriele Niepel

Kastration beim Hund, eine Entscheidungshilfe, ISBN 3-440-10121-5 |